Automatisierungslösungen für die digitalisierte Produktion

Betrieb 4.0 machen

In der Maschinen- und Anlagenautomatisierung, bei der Entwicklung von Steuerungs-, Prüf- und insbesondere Prozessleitsystemen wurde in der Vergangenheit typischerweise die hierarchische Struktur der Automatisierungspyramide zugrunde gelegt. Die damit verbundene Starrheit der Kommunikationsstrukturen mit einer Kapselung der Netzwerke und Zentralsierung wichtiger Funktionen wird jedoch zunehmend den Anforderungen moderner Produktionstechnik nach durchgehender Digitalisierung, um vollständige Daten schnell zu Informationen zu verarbeiten und Entscheidungen treffen zu können, nicht mehr gerecht. Anwender, die neue Lösungen benötigen, wie auch Hersteller von Komponenten der Automatisierungstechnik und Systemintegratoren für diese stehen vor der Herausforderung, neue Entwurfsmethoden zu Automatisierungslösungen für die digitalisierte Produktion zu entwickeln und anzuwenden.

Referenzarchitekturmodell 4.0 (RAMI4.0)

AMC stellte am 30.11.16 auf dem Thementag „Smart Factory für KMU“ des neu gegründeten Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrums Chemnitz einen neuen methodischen Ansatz zum Entwurf von Automatisierungslösungen der neuen Generation vor. Die Methode beruht auf einer Top-Down-Analyse mit anschließender Bottom-Up-Synthese der zu automatisierenden Produktions-, Prüf- oder Überwachungsprozesse auf der Grundlage des neuen Referenzarchitekturmodells 4.0 (RAMI4.0). Dieses Modell wurde im Rahmen der nationalen Normungsaktivitäten von der VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik im Rahmen der Plattform „Industrie 4.0“ entwickelt und beschreibt in sehr kompakter Form die komplexen Zusammenhänge zwischen Hierarchieebenen, funktionalen Schichten und Lebenszyklen von durchgängig digitalisierten Produktionsstrukturen.

Methode zum Entwurf von Automatisierungslösungen für Industrie 4.0

Die von AMC entwickelte Methode erlaubt es, Automatisierungslösungen wie z.B. Steuerungs- und Prozessleitsysteme, Prüf- und Testsysteme oder Überwachungssysteme zu entwerfen, die den künftigen Anforderungen einer unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefassten Produktionsarchitektur entsprechen und damit Zukunftssicherheit und hohen Investitionsschutz gewährleisten. Die Methode wurde in verschiedenen Projekten bereits praktisch erprobt und hat sich sehr gut bewährt. Sie besteht aus einem Leitfaden und praktischen Softwaretools, die eine effiziente Einarbeitung ermöglichen, das Verständnis der Normungsinhalte vertiefen helfen und ständig an den sehr dynamischen Prozess der Normungsaktivitäten deutscher und internationaler Gremien angepasst werden.

Das Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Chemnitz ist eines von aktuell 10 Kompetenzzentren, die im Rahmen der Initiative „Mittelstand digital - digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ des BMWi bundesweit kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien, der Vermittlung von Wissen und Erfahrung und der Lösung praktischer Problemstellungen für die Industrie 4.0 unterstützen. AMC unterstützt die Aktivitäten dieses Zentrums und wird in künftigen Veranstaltungen aktiv mitarbeiten.

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