Messdaten ohne Kabel: So gelingt die einfache Nachrüstung im Bestand

Messdaten ohne Kabel: So gelingt die einfache Nachrüstung im Bestand

Maschinen verstehen, bevor sie stehen bleiben

Viele Unternehmen möchten ihre Produktion digitalisieren, Energiedaten erfassen oder ungeplante Stillstände reduzieren. Häufig scheitert die Umsetzung jedoch an einem ganz praktischen Problem: Die benötigten Daten sind schlicht nicht verfügbar.

Dabei sind die Herausforderungen in den meisten Bestandsanlagen ähnlich:

  • Maschinen wurden über Jahre oder Jahrzehnte erweitert
  • Freie Ein- und Ausgänge in der Steuerung fehlen
  • Zusätzliche Verkabelung ist teuer
  • Kabelwege sind schwer zugänglich
  • Umbauten erfordern Produktionsunterbrechungen

Oft kostet das Verlegen eines einzigen Messkabels mehr als der eigentliche Sensor. Genau deshalb bleiben viele Digitalisierungsprojekte bereits in der Planungsphase stehen.

LoRaWAN: Der einfachste Weg zu mehr Transparenz

Moderne LoRaWAN-Technologie ermöglicht die Erfassung von Maschinen-, Energie- und Prozessdaten nahezu ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand. LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) wurde speziell für die energieeffiziente Übertragung kleiner Datenmengen entwickelt und bietet entscheidende Vorteile für industrielle Anwendungen:

  • Reichweiten von mehreren hundert Metern bis zu mehreren Kilometern
  • Batteriebetriebene Sensoren mit Laufzeiten von mehreren Jahren
  • Sichere und verschlüsselte Datenübertragung
  • Schnelle Installation ohne Eingriff in die bestehende Infrastruktur
  • Hohe Skalierbarkeit von wenigen Sensoren bis zu standortweiten Lösungen
  • Nachrüstung auch an schwer zugänglichen Maschinen

Dadurch lassen sich Messstellen realisieren, die bisher wirtschaftlich nicht sinnvoll umsetzbar waren.

Welche Daten können erfasst werden?

In typischen Digitalisierungsprojekten fehlen Informationen vor allem in vier Bereichen:

Produktion

  • Laufzeiten
  • Stillstandszeiten
  • Stückzahlen
  • Taktzeiten

Energie

  • Stromverbrauch
  • Druckluftverbrauch
  • Wasserverbrauch
  • Gasverbräuche

Instandhaltung

  • Temperatur
  • Vibration
  • Betriebsstunden
  • Lagerzustände

Qualität

  • Prozessparameter
  • Umgebungsbedingungen
  • Klimadaten

Mit LoRaWAN-Sensorik können diese Daten innerhalb weniger Stunden verfügbar gemacht werden, häufig ohne Maschinenstillstand und ohne Eingriff in die bestehende Steuerung.

Vom Sensor zum Mehrwert

Der eigentliche Nutzen entsteht nicht durch die Datenerfassung allein, sondern durch die intelligente Nutzung der Informationen. Die AMC - Analytik & Messtechnik GmbH Chemnitz verbindet Sensorik, Kommunikationstechnik und Software zu einer durchgängigen Lösung: Sensor → Gateway → AMC iFactoryX → Dashboard

Die Industrial-IoT-Plattform iFactoryX sammelt, verarbeitet und visualisiert Daten aus unterschiedlichen Quellen:

  • Maschinensteuerungen
  • LoRaWAN-Sensoren
  • Energiedatenerfassung
  • ERP-Systemen
  • Edge-Computern
  • Cloud-Anwendungen

Dadurch entstehen aussagekräftige Dashboards und Kennzahlen für:

  • OEE (Gesamtanlageneffektivität)
  • Energiemonitoring
  • Produktionsüberwachung
  • Alarmierung
  • Reporting
  • Predictive Maintenance

Praxisbeispiel: Der erste Schritt zur Smart Factory

Viele Unternehmen glauben, für Digitalisierung seien hohe Investitionen notwendig.

Unsere Erfahrung zeigt etwas anderes: Der größte Hebel liegt oft darin, zunächst Transparenz zu schaffen.

Ein Temperatursensor an einem Schaltschrank, ein Vibrationssensor an einem Getriebe oder die Erfassung des Energieverbrauchs einer Maschine liefern häufig bereits die Datenbasis, um:

  • Störungen schneller zu erkennen
  • Wartungen gezielter zu planen
  • Energieverluste aufzudecken
  • Produktionsprozesse zu optimieren.

Der Einstieg kann mit wenigen Sensoren beginnen und anschließend schrittweise erweitert werden.

Besuchen Sie unseren Vortrag auf der all about automation Chemnitz

Vortragsthema "Messdaten ohne Kabel: So gelingt die einfache Nachrüstung im Bestand"


Erfahren Sie anhand praxisnaher Beispiele,

  • wie LoRaWAN in Bestandsanlagen eingesetzt wird,
  • welche Daten sich besonders schnell erfassen lassen,
  • welche Kostenfallen vermieden werden können,
  • und wie Unternehmen die Grundlage für OEE, Energiemanagement und Predictive Maintenance schaffen.

Besuchen Sie uns außerdem kostenfrei auf dem AMC-Messestand in Halle 1, Stand 240.

Gemeinsam finden wir heraus, wie auch Ihre Maschinen in kürzester Zeit wertvolle Daten liefern können – ganz ohne aufwendige Verkabelung.